Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Die Bibel ist die zentrale Grundlage für Glaube und Leben der Christen. Sie handelt von Gottes Geschichte mit seinen Volk und den Menschen. Träume, Visionen und spirituelle Erlebnisse waren die Auslöser für die zahlreichen Verfasser so von Gott zureden. Nicht unbegründet wird die Bibel deshalb als Gottes Wort gelesen, auch wenn sie von Menschen in ihren geschicht-lichen Umständen aufgeschrieben und weiter gegeben wurde. Für die christlichen Kirchen ist die Bibel als Heilige Schrift Quelle und Richtschnur für Glaube und Leben. Christen legen auch persönlich wert darauf, die Bibel zu kennen und ihre Entstehung und Überlieferung zu verstehen.

Daneben gibt es in der kirchlichen Tradition sogenannte "Bekenntnisschriften", in denen wichtige und verbindete Texte für die Kirchen formuliert wurden. Es gibt alte Bekenntnisse aus der Frühzeit des Christentums, wie das Apostolische Glaubensbe-kenntnis, das fast jeden Sonntag in Gottesdiensten gesprochen wird. Im 16. Jahrhundert formulierten die Kirchen der Refor-mation ihre Bekenntnisschriften. Oft dienten diese Schriften nicht nur der Vergewisserung des eigenen Glaubens, sondern auch der Abgrenzung anderen Kirchen gegenüber. Es gibt aber auch neuzeitliche Texte, wie die Barmer Theologische Erklärung von 1934, die angesichts der Gefahr durch den Nationalsozialismus in Deutschland ein Bekenntnis zum Glauben an "Jesus Christus als dem einen Wort Gottes" formulierte.

Heute verbinden die Bekenntnisschriften Christen im Glauben und in der Tradition mit ihren christlichen Vorfahren und mit ihren ökumenischen Geschwistern in aller Welt. Dabei müssen und dürfen die Texte der Bekenntnisschriften in jeder Generation neu diskutiert und angeeignet werden - auch kritisch mit dem Wort Gottes in der Bibel verglichen werden.

Die Bedeutung von

Bibel und Bekenntnis

Die Bibel

 

Das Wort „Bibel“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Bücher“ (biblia). Und die Bibel ist auch nicht nur ein Buch, sondern genau genommen eine Sammlung verschiedener Bücher. Insgesamt umfasst sie 66 Schriften: 39 im Alten Testament und 27 im Neuen Testament. Daneben gibt es noch 11 Apokryphen, sogenannte Spätschriften des Alten Testaments. Sie gehören in der Luther-Bibel nicht zum Kernbestand des Alten Testaments, im Gegensatz zur katholischen Einheitsübersetzung.

Die 39 Schriften des Alten Testaments sind meist in hebräisch verfasst, einige in aramäisch. Von verschiedenen Autoren geschrieben, finden sich in ihnen unterschiedliche literarische Stilformen und Sprachstile. Die Schriften lassen sich unter anderem in Geschichts-, Lehr- und Prophetenbücher einteilen und erzählen von der Schöpfungsgeschichte sowie der Geschichte des Volkes Israel und seines Glaubens.

Die 27 Schriften des Neuen Testaments sind zumeist in griechischer Sprache verfasst. Das neue Testament beginnt mit den vier Evangelien, die vom Leben und Wirken des Jesus von Nazareth berichten. Dann folgt die Apostelgeschichte, die von den Anfängen der Kirche erzählt. Nach ver-schiedenen belehrenden Briefen endet das Neue Testament mit der Offenbarung des Johannes.

 

Altkirchliche Glaubensbekenntnisse

 

Das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum) geht zurück auf das Romanum, ein altrömisches Taufbekenntnis (ca. 150 n.Chr.). Dieser Text wurde zum weitgehend verbindlichen Taufcredo der abendländischen Christenheit. Das Nizänische Glaubensbekenntnis geht auf die ersten beiden Ökumenischen Konzile 325 in Nizäa und Konstantinopel 381 zurück. Es ist das einzige wirklich ökumenische Bekenntnis, das alle Kirchen und Konfessionen verbindet. Der Ursprung des Athanasischen Glaubensbekenntnisses (Athanasianum) ist unklar. Erstmals bezeugt wurde es am Ende des 6. Jhd. in Spanien.

Die lutherischen Bekenntnisse

 

Als Bekenntnisse werden die in der Reformationszeit entstandenen Zusammenfassungen des evangelischen Glaubens verstanden. Sie zeigen, wie zentrale Aussagen der Bibel aus evange-lischer Perspektive zu verstehen sind.

Im Jahr 1580 wurden im so genannten Konkordienbuch („Einigungsbuch“) folgende Texte zu-sammengestellt:

die drei Glaubensbekenntnisse der Alten Kirche: apostolisches Glaubensbekenntnis, das Bekenntnis von Nizäa-Konstantinopel (381, später Chalcedon 451) und das Athanasianum;

das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana, CA), von Philipp Melanchthon verfasst, die Apologie (Verteidigung) der CA von Melanchthon; die Schmalkaldischen Artikel von Luther;

der Traktat über die Macht und die Vorrangstellung des Papstes von Melanchthon; der Kleine Katechismus von Luther; der Große Katechismus von Luther; die Konkordienformel.

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Die Barmer Theologische Erklärung

 

Die Theologische Erklärung der Bekenntnissynode in Barmen vom 31. Mai 1934 ist die zentrale theologische Äußerung der Bekennenden Kirche unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1933-1945. Sie richtete sich gegen die falsche Theologie und das Kirchenregime der so genannten "Deutschen Christen", die damit begonnen hatten, die evangelische Kirche der Diktatur des "Führers" Adolf Hitler anzugleichen.

Für zahlreiche Kirchen aus der evangelischen Ökumene wurde die Barmer Theologische Erklärung eine maßgebliche Orientierung für ihr eigenes Bekennen, Lehren und Widerstehen.

Der Heidelberger Katechismus

 

Der Heidelberger Katechismus hat seinen Namen von seinem Entstehungs- und ersten Erscheinungs-ort Heidelberg. Kurfürst Friedrich III. gab den Katechismus 1562 in Auftrag. Er wollte damit die Reformationsbemühungen seiner Vorgänger fortführen, aber auch die Streitigkeiten, die es in der Kurpfalz zwischen den verschiedenen Richtungen der Reformation gab, durch eine einheitliche Lehre beruhigen.Durch die Einbindung in die Kirchenordnung bekam der Katechismus Verbindlichkeit für die ganze Kurpfalz.

IMPRESSUM: Private Homepage von Pfarrer Kai-Uwe Schroeter, Mozartstr.2-B, 59368 Werne. www.pastorschroeter.de

 

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